am 2. Oktober nahmen bei strahlendem Sonnenschein etwa 1.500 Gläubige teil. Bischof Vitus Huonder von Chur hat in eindrucksvollen Worten die Menschen zum Gebet für die eigene Bekehrung, aber auch für die Bekehrung der Menschen aufgerufen.
Bei prachtvollem Herbstwetter fand die Marienfeier statt
Bischof Vitus Huonder mit P.Benno Mikocki und P.Hans Lenz
Die Ministranten im Dienst und
in fröhlicher Runde mit P.Benno
Bischof Vitus Huonder hielt am Vormittag und am Nachmittag
eine eindrucksvolle Predigt.
Rosenkranz und eucharstische Andacht
Etwa 1.500 Gläubige nahmen an der Marienfeier teil
P. Benno im Gespräch
Am Gnadenaltar von Einsiedeln hat P.Benno auch für alle Mitglieder gebetet.
MARIA-NAMEN-FEIER
am 17. und 18. September 2011 im Stephansdom in Wien
Wegen der Volleyball-EM konnte die traditionelle Maria-Namen-Feier heuer nicht in der Wiener Stadthalle stattfinden. Rund 5.500 Gläubigen kamen an den beiden Tagen in den Stephansdom und feierten begeistert am Samstag mit Weihbischof Stephan Turnovszky und am Sonntag mit Kardinal Schönborn . Die Zeugnisse an beiden Tagen waren beeindruckend und sind in Kürze auch auf unserer homepage zu finden.
Ebenso auch Bildmaterial.
Im Anschluss an die Feier am Sonntag gingen tausende Gläubige mit dem Kardinal, Nuntius, den Bischöfen und Priestern in einer feierlichen Prozession betend und singend zur Mariensäule zum Platz am Hof. Dort war der Abschluss der diesjährigen Maria-Namen-Feier.
Einzug in den Wiener Stephansdom
Die Fatimastatue im Wiener Stephansdom
Auch viele Jugendliche nahmen teil
P.Benno Mikocki und P.Franz bei der Begrüßung
Festliche Eucharistiefeier
Weihbischof Stephan Turnovszky mit den Konzelebranten
ARS MUSICA
Loretto Gebetskreis
P.Andreas Schätzle
Kardinal Christoph Schönborn
Predigt: Kardinal Schönborn
Prozession zur Mariensäule
Zahlreiche Gläubige nahmen an der Prozession teil
Musikkapelle
Statio bei der Mariensäule
Kardinal Christoph Schönborn, Nuntius Peter St.Zurbriggen, Weihbischof Franz Scharl und Militärbischof Christian Werner
MARIENLOB am 10. Juli 2011
bei der Fatima-Waldkapelle im Waldviertel (Niederösterreich)
Alljährlich - seit 26 Jahren - treffen sich viele Gläubige bei der Fatima-Waldkapelle in Hausbach, die in Erinnerung an P.Petrus Pavlicek errichtet wurde zum gemeinsamen Gebet.
P.Benno segnet Rosenkränze, die von Michael und Johanna an die Gläubigen verteilt wurden.
Der Musikverein Großhaselbach hat das Marienlob festlich umrahmt
Etwa 160 Gläubige harrten trotz großer Hitze tapfer aus
P.Benno Mikocki rief in zündenden Worten zum eifrigen Gebet in den dringenden Nöten von Kirche und Welt auf. Im Hintergrund Pfarrer Friedrich Mikesch von Schwarzenau.
Im Dienst des Wortes Gottes Seit 1988 hält Prof. Dr.Wolfgang Beilner im Wiener Franziskanerkloster monatlich einen Bibelvortrag. Am 8. Februar begeht Prof Beilner seinen 80. Geburtstag, deshalb fand am 3. Februar ein festlicher Gottesdienst in der Wiener Franziskanerkirche statt. P.Benno wies in seiner Predigt darauf hin, dass die Liebe zu Jesus, zu Seinem Wort das ganze Leben von Prof. Beilner geprägt hat und er immer wieder mit Begeisterung versucht, dies auch seinen Zuhörerinnen und Zuhörern nahe zu bringen. Nicht nur auf das Wort Gottes hören, sondern es auch tun!
Einkehrtage in Südtirol
320 Gläubige kamen zu den Einkehrtagen und -nachmittagen an sieben verschiedenen Orten in Südtirol. Erfreulich, dass auch junge Menschen daran teilnahmen und mit Begeisterung den Vorträgen von P. Benno folgten.
Zum Adventbeginn kamen 80 Gläubige zu den Besinnungstagen im Stift Zwettl, die alljährlich einen guten Beitrag zum Adventbeginn bieten.
Besinnungstage in München und Passau
Rund 100 Gläubige nahmen an diesen drei Tagen im Oktober/November 2010
teil, darunter auch junge Menschen.
Die Marienfeier in Einsiedeln
am 3.Oktober 2010
Eine wohlgelungene Feier am Rosenkranzsonntag bei herrlichem Herbstwetter - wir können nur sehr dankbar sein.
Den Festgottesdienst mit Predigt hielt der Rektor der päpstlichen theologischen Hochschule in Heiligenkreuz, P. Karl Wallner. Hier ein Auszug seiner Ansprache:
Diese Predigt ist eine einzige Werbung für den Rosenkranz, genauer gesagt: Ich möchte Ihnen sieben Freuden vor Augen stellen, die der Rosenkranz schenkt.
1. Ein einfaches Gebet
Die erste Freude des Rosenkranzes ist, dass er so einfach ist! Man braucht dazu nicht studiert oder sonst etwas sein, man muss nicht viel auswendig lernen, es genügen die drei Grundgebete. Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater - und schon geht es dahin.
2. Ein intensives Gebet
Trotz seiner Einfachheit ist der Rosenkranz ein richtiges Gebet, ein intensives Gebet. Wir wiederholen immer wieder dieselben Worte, dadurch wird in der Tiefe das Herz frei, um von Gott berührt zu werden. Ja, der Rosenkranz ist ein intensives Gebet.
3. Ein demütiges Gebet
Der Rosenkranz ist auch als Gebetsform demütig im Sinn von "mut-gebend": Er macht mutig, etwas für Gott zu tun. Die christliche Demut ist das genaue Gegenteil von Kriechertum und feiger Nichtstuerei. Wer den Rosenkranz betet, der wird plötzlich den Mut haben, etwas für Gott zu tun; den Mut zu dienen.
"Siehe, lieber Gott, ich bin bereit, Dir zu dienen!"
4. Ein bildhaftes Gebet
In Fatima hat die Gottesmutter die Kinder ausdrücklich gemahnt, den Rosenkranz nicht runterzuplappern, sondern ihn "betrachtend" zu beten. "Betrachtend", das heißt: Wir sollen ihn so beten, dass Bilder in unserem Geist entstehen, die wir dann betrachten. Dazu gibt es ja die vier Rosenkränze mit ihren Geheimnissen.
5. Ein beruhigendes Gebet
Die Freude des Rosenkranzes ist das innerliche Ruhig-Werden. Man könnte sich viel Geld ersparen für Psychotherapeuten und Psychiater, wenn man den Rosenkranz mehr schätzen würde. Mutter Teresa hat jederzeit den Rosenkranz in der Hand getragen. Nervösen und gestressten Menschen, die nicht einschlafen können, darf man ruhig raten, es einmal mit dem Rosenkranz zu versuchen. Ein wunderbares Hilfsmittel zur Entspannung.
6. Ein liebevolles Gebet
Man beachte den Namen: Rosen-Kranz. Rose ist ein Symbol der Liebe. Wenn man jemanden liebt, schenkt man ihm Rosen.
Wir können das Gebet aus Liebe auch Menschen schenken. Wir können den Rosenkranz "für andere" beten.
7. Ein mächtiges Gebet
Liebe Gläubige! Der liebe Gott hat jeden von euch heute sicher aus einem bestimmten Grund hierher geholt in den marianischen Gnadenort Einsiedeln. Vielleicht brauchst du die Macht Gottes für deine Kinder, deine Enkelkinder, deine Familie, für einen lieben Menschen, der krank ist, der leidet, der Probleme hat. Vielleicht stehen dir auch die Nöte der Kirche vor Augen, die Nöte der Priester, des Glaubensschwundes. Dir rufe ich heute zu: Schöpfe Kraft und Freude aus dem Gebet des Rosenkranzes. Darum bete treu den Rosenkranz! Sei ein Christ des Rosenkranzes, damit du ein Mensch der Freude wirst. Amen.
von li.n.re: Pfarrer Martin Geisser, P. Benno Mikocki
und der Hauptzelebrant P. Dr.Karl Wallner
Viele Gläubige waren auch bei der Nachmittagsfeier anwesend
P.Benno Mikocki predigte zum Thema "Die Fürbitte Mariens"
Ein Wunder?
In der Nachmittagsandacht führte P. Benno aus, dass wir die Verehrung der Gottesmutter tiefer biblisch begründen werden, damit noch mehr Gläubige auf die Fürbitte Mariens - auch durch das Rosenkranzgebet - vertrauen.
Wenn wir die Zeichen der Zeit richtig deuten, dann müssen wir schon heute mit den drei Punkten beginnen.
1. Eigene Bekehrung durch Mitfeier der Eucharistie, Beichte, rechtes Beten des Rosenkranzes als "Bekehrung in kleinen Schritten".
2. Gebet und Opfer (gute Erfüllung der täglichen Pflichten) für die Umkehr der Menschen, damit die "Lobby der Kämpfer gegen alles Unrecht" größer wird.
3. Über Politiker, Banker, Wirtschaftsbosse nicht schimpfen, sondern für sie beten. (Das schließt nicht aus, dass wir ihnen so weit als möglich auf die Finger schauen!)
In der Geschichte sind durch die Fürbitte Mariens immer wieder Wunder geschehen. Maria kann auch heute helfend eingreifen, wenn wir sie vertrauensvoll im gemeinsamen Gebet anrufen.
Kann sie nicht auch heute Wunder durch ihre Fürbitte wirken?
Einen herzlichen Dank P. Wallner, den Mitbrüdern aus dem Benediktiner- und Franziskanerorden und Herrn Füchslin (Trompete) sowie den Ordnern, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen haben. Danke aber auch den vielen Gläubigen, die die herrliche Basilika betend und singend füllten.
P. Benno Mikocki OFM
Der Text der Predigten ist gegen Ersatz der Portospesen erhältlich bei:
RSK, 1010 Wien, Postfach 695
Maria Namen Feier 2010
im Zeichen der Ökumene
und der Jugend
Die 50. Maria Namen Feier stand unter dem Motto: "Glaube gibt Zukunft" - Kardinal Schönborn, Serbisch-orthodoxer Patriarch Irinej, Nuntius Zurbriggen und weitere Bischöfe in Wiener Stadthalle
Ganz im Zeichen der Ökumene und der Jugend stand die diesjährige Maria-Namen-Feier in der Wiener Stadthalle. Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej I. nahm an der Spitze einer hochrangigen Delegation an der Marienfeier teil, die unter dem Motto "Glaube gibt Zukunft" zum bereits fünfzigsten Mal in der Wiener Stadthalle stattfand. Höhepunkt der vom Rosenkranz-Sühnekreuzzug gestalteten Feier war nach dem gemeinsamen Rosenkranzgebet die Eucharistiefeier mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der auch die Predigt hielt.
Für den anwesenden Patriarch Irinej I. und die serbisch-orthodoxen Gläubigen sprach der serbisch-orthodoxe Diözesanbischof Konstantin von Mitteleuropa das Grußwort. Er betonte, dass die Verehrung der Gottesmutter Maria die serbisch-orthodoxen und die katholischen Gläubigen verbinde. "Möge die Gottesmutter unsere Gebete erhören und uns alle beschützen", wünschte Bischof Konstantin allen Gläubigen in der Stadthalle.
Papst Benedikt XVI. betonte in seiner Grußbotschaft an die Gläubigen, die vom Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Zurbriggen verlesen wurde, dass sich der Glaube nach der "wahren Freiheit" ausstrecke, die Jesus Christus ist.
Unter den Mitfeiernden befanden sich auch die Diözesanbischöfe Ludwig Schwarz (Linz) und Alois Schwarz (Gurk), der emiritierte Eisenstädter Bischof Paul Iby, die Wiener Weihbischöfe Franz Scharl und Stephan Turnovsky sowie der Grazer Weihbischof und Franziskaner Franz Lackner. Familienstaatssekretärin Christine Marek stand an der Spitze der mitfeiernden Repräsentanten des öffentlichen Lebens.
"Kein Mensch ist vor Gott wertlos"
Im Zentrum der Predigt des Wiener Erzbischofs stand die Auslegung des Evangeliums von der verlorenen Drachme, dem verlorenen Schaf und dem verlorenen Sohn. Diese Gleichnisse zeigten, dass es Gott "nicht um Prozente und nicht um Statistik" gehe, sondern dass für Gott jeder einzelne Mensch gleich wichtig sei. "Kein Mensch ist vor Gott wertlos", betonte der Kardinal und knüpfte daran die Frage, wie denn die Kirche und die Pfarrgemeinden mit jenen umzugehen hätte, die die Kirche verlassen haben und auf der Suche sind.
Es sei heute Aufgabe der Gemeinden nach den Ausgetretenen Ausschau zu halten und ihnen in Geduld nachzugehen. An erster Stelle müsste dabei das Gebet stehen. "Unser Gebet soll alle erfassen, die Ausgetretenen ebenso wie jene 'die am meisten deiner Barmherzigkeit bedürfen'", betonte der Kardinal mit Bezug auf das "Fatima-Gebet" des Rosenkranzes.
Als echtes Hoffnungszeichen wertete der Wiener Erzbischof den Umstand, dass die Zahl der Gebetsgruppen unter Jugendlichen enorm zugenommen hätten. In diesem Zusammenhang begrüßte er alle jugendlichen Teilnehmer an der Feier, ganz besonders die vom Linzer Bischof Ludwig Schwarz sowie die vom Grazer Weihbischof Franz Lackner begleiteten Jugendgruppen.
Die zahlreichen Jugendlichen trugen zu einer guten Stimmung bei
Christen des Ostens Reichtum für Österreich
Christen sollten gerade in der heutigen Zeit ein gemeinsames Zeugnis ihres Glaubens geben, sagte Kardinal Schönborn und dankte dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Irinej I. für sein Mitfeiern und das ökumenische Zeugnis. Gleichzeitig betonte der Kardinal, dass die hier lebenden rund 500.000 Christen des Ostens "ein Reichtum für unser Land sind, das im Glauben auszudünnen droht". Auch unter den Katholiken Wiens gäbe es bereits ein Viertel mit Migrationshintergrund, hob der Wiener Erzbischof hervor.
Beim Friedensgruß verließ Kardinal Schönborn den Altar und umarmte in besonderer Herzlichkeit den serbisch-orthodoxen Patriarchen Irinej zum Friedensgruß, der dieses gemeinsame Zeichen freudig aufnahm.
Auskunftsfähigkeit über Glauben stärken
Im Zentrum eines Vortrags des Tübinger Religionspädagogen Albert Biesinger zum Thema "Der Glaube gibt Zukunft!" standen Überlegungen darüber, wie ein alltagstauglicher christlicher Glaube der Kirche Zukunft geben könne. Biesinger gab auch Einblicke in seinen persönlichen Glauben, sprach von seiner Nahtoderfahrung und den Konsequenzen für sein Leben daraus.
"Wir stehen in West- und Mitteleuropa als Christinnen und Christen an einer historischen Wegkreuzung", so Biesinger. Der gesellschaftliche "Umwälzungsprozess", in dem sich Europa derzeit befinde, müsse von Christen erkannt und ernst genommen werden. Vor diesem Hintergrund gelte es die Auskunftsfähigkeit in Glaubensfragen zu stärken, betonte Biesinger.
Damit Kinder "im Pluralismus der Religionen" bestehen können, bräuchten sie "eine entschiedenere Qualität von religiöser Erziehung", indem sie "ihr Christsein von den eigentlichen Wurzeln her verstehen lernen". Dazu Biesinger: "Glaube muss alltagstauglich werden!" Dies sei beispielsweise durch "alltagstaugliche Glaubensrituale" wie Tischgebete oder "Abenrituale" möglich.
An der Maria-Namen-Feier in der voll besetzten Stadthalle nahmen auch heuer wieder Pilgergruppen aus ganz Österreich sowie aus den Nachbarländern, besonders auch Tschechien und Ungarn teil. Für die musikalische Gestaltung sorgten das "Franziskusensemble", Friedrich Lessky als Organist und "Ars musica" unter der Leitung des Dommusikers Thomas Dolezal.
(aus Kathpress)
Franziskus-Ensemble
Mit den 8.300 Gläubigen feierten auch viele Priester
in der Stadthalle mit.
Kardinal Schönborn im Gespräch mit Patriarch Irinej und Prof. Biesinger
Der volle Wortlaut der Predigt von Kardinal Schönborn und des Statements
von Prof. Albert Biesinger sowie eine DVD der Zusammenfassung der Feier
sind erhältlich bei: RSK Postfach 695, 1011 Wien
Die große Marienfeier in Essen
am 30. Mai 2010
Adolf von Essen entdeckte mit Dominikus von Preußen den Rosenkranz, wie wir ihn heute beten. Im Gedenken an den großen Sohn aus dem "Ruhrpott" hielten wir auch heuer am 30. Mai eine Marienfeier im Dom zu Essen.
In seiner Predigt wies P. Prior Dr. Maximilian Heim (Bochum Stiepel) darauf hin, dass Fatima keineswegs nur als "Drohbotschaft" angesehen werden dürfe. Als Beweis dafür zitierte der Prediger zwei Aussprüche der Seherkinder.
Die selige Jacinta rief einmal aus:"Es bereitet mir eine so große Freude, Jesus zu sagen, dass ich ihn liebe! Wenn ich es ihm mehrmals sage, dann habe ich den Eindruck, ich hätte ein Feuer in der Brust, das mich aber nicht verbrennt."
Ganz ähnlich formulierte der selige Francisco: "Am meisten hat es mir gefallen, unseren Herrn in jenem Licht zu sehen, das unsere Mutter uns ins Herz gelegt gelegt hat. Ich habe Gott so lieb!"
Allerdings darf auch die Mahnung zur Buße, die Fatima uns eindringlich ans Herz legt, nicht verschwiegen werden. So sagte Papst Benedikt XVI. am 13.Mai dieses Jahres am Erscheinungsort: "Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche. Und darum ist es für die Kirche zutiefst notwendig, dass sie neu lernt, Buße zu tun, die Reinigung anzunehmen; dass sie einerseits zu vergeben lernt, aber auch die Notwendigkeit der Gerechtigkeit sieht, denn Vergebung ersetzt die Gerechtigkeit nicht."
Mit einem Wort, wir müssen auch das Wesentliche neu lernen: Die Umkehr, das Gebet, die Buße und die göttlichen Tugenden.
Ich denke, die Gläubigen, die trotz ungünstiger Witterung den Dom füllten, haben diesen Aufruf ernst genommen: sie lauschten nicht nur der zündenden Predigt, sondern beteten auch den Rosenkranz und hielten eucharistische Anbetung. So durfen wir hoffen, dass wir dem Wunsch des Papstes näher kommen: " Möge in den sieben Jahren, die uns noch vom hundertsten Jahrestag der Erscheinungen" (nämlich 2017) "trennen, der angekündigte Triumph des Unbefleckten Herzens zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit näher kommen."
P. Benno Mikocki, OFM
Der Text der Predigt ist gegen Ersatz der Portokosten erhältlich bei RSK, Postfach 695, A-1011 Wien.
Der RSK beim Jugendtreffen in Pöllau
P. Franz, Marianne und Herr Ing. Peloschek im Einsatz für die Jugend. P. Franz berichtete von seiner Beziehung zum Rosenkranz-gebet und ermutigte die jungen Menschen zum Gebet auch in der großen Gebetsgemeinschaft des RSK. Es wurde auch eine besondere Einladung zur Maria-Namen-Feier ausgesprochen.
Fotos: Ing. Peloschek
In Südtirol unterwegs
Vom 23.bis 31. Jänner 2010 war P.Benno in Südtirol unterwegs und hielt an 7 Orten Besinnungsstunden. Die offene und bereite Aufnahme war wohltuend! Möge von diesen Stunden viel Segen ausgehen.
Einkehrnachmittag in Meran
Besinnungsstunden in St. Leonhard
In Maria Weissenstein hat P.Benno für alle Mitglieder gebetet
Besinnungsstunden in Schlanders
Der Nachmittag in Sarnthein
Besinnungsangebot in Brixen
Abschluss der Südtirol-Tournee in Bozen
Die große Marienfeier
in Einsiedeln am 4. Oktober 2009
Abt Marian Eleganti von Uznach feierte mit vielen Gläubigen den Festgottes-dienst und predigte zum Thema "Die Ehrfurcht Mariens".
Bei der Nachmittagsandacht gab Torsten Hartung ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Bekehrung: vom Mörder zum gläubigen Christen.
Der Text der Predigt und des Zeugnisses ist gegen Ersatz der Portokosten erhältlich bei: RSK, Postfach 695, 1011 Wien.
MARIA-NAMEN-FEIER
am Sonntag, 13.September 2009
NEU VON GOTT REDEN
8.500 Gläubige, darunter viele junge Menschen waren in der Wiener Stadthalle
zur großen Maria-Namen-Feier versammelt. Dr. Manfred Lütz hat in seinem
Referat packend aufgezeigt, wie wichtig es ist, wieder neu von Gott zu reden.
Kardinal Schönborn und sechs österreichische Bischöfe feierten mit
Einzug der Fatimastatue. begleitet von Kindern aus Ungarn
JungeMenschen beteten mit
Dr.Manfred Lütz bei seinem Referat
Das Franziskusensemble
Kardinal Dr. Christoph Schönborn
Mit dem Kardinal und den Bischöfen zelebrierten viele Priester den Festgottesdienst
Die musikalische Gestaltung der Maria-Namen-Feier durch ARS MUSICA
Das Referat von Dr. Manfred Lütz und die eindrucksvolle Predigt von Kardinal Schönborn ist erhältlich bei RSK, Postfach 695, 1011 Wien
Wallfahrt nach Mariazell
Etwa 70 Gläubige machten sich am 6. Juni auf den Weg nach Mariazell um der Gottesmutter ihren Dank, ihre Bitten, ihre Anliegen vorzutragen. Die hl. Messe feierte P.Benno am Gnadenaltar von Mariazell. Dort erhielt P.Petrus 1946 die Eingebung "Tut, was ich euch sage und ihr werdet Frieden haben" daraufhin kam es zur Gründung der heute weltweiten Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt, dem Rosenkranz-Sühnekreuzzug.
Die Basilika von Mariazell
P. Benno Mikocki am Gnadenaltar
Am Heimweg - kurze Andacht bei der 13. Rosenkranzstation
"Jesus, der uns den Hl. Geist gesandt hat"
Abschluss-Andacht in Kleimariazell
Predigt P. Benno Mikocki OFM
in der Basilika in Mariazell
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!
1946 kniete P. Petrus Pavlicek, der Gründer der weltweiten Gebetsgemeinschaft des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs, vor dem Gnadenbild der Gottesmutter, der Magna Mater Austriae, und neben dem Dank für die gute Heimkehr aus dem Krieg bat er auch für sein damals von den vier Großmächten besetztes Land, für seine Heimat. Und Sie wissen es vielleicht, dass ihm die Antwort innerlich eingegeben wurde auf sein Gebet: "Tut was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Das war für P. Petrus, nachdem er darüber nachgedahct hat, ein Appell der Gottesmutter von Fatima, das zu tun, was sie dort den Menschen so sehr ans Herz gelegt hat. Unermüdlich, bis zum physischen Zusammenbruch, ist er durch Österreich gezogen, um die Menschen zu ermutigen, das zu tun in dieser schweren Situation, was ihm die Gottesmutter in Mariazell eingegeben hat. In ein kleines Notizbüchlein hat er eingeschrieben: "Jesus und Maria, helft mir auszuharren." "Herr, hilf meiner Schwäche." Aber dann, dann erwacht wieder sein Kampfgeist, und er sagt: "Den Lauen speit Gott aus." Er will sich da gleichsam selber wieder Mut machen, um weiterzukämpfen: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben."
Wir haben es so schön im Psalm gehört, daß wir die Großtaten Gottes nicht vergessen sollen. Und 1955 ist dann die Antwort gekommen auf das Gebet von 500.000 Österreicherinnen und Österreichern. Wir haben die Frieheit bekommen, die wir damals, 1947, als P. Petrus begonnen hat, die Menschen aufzufordern, noch nicht erwartet haben.
Eine bekannte Journalistin Österreichs hat vor ganz kurzem folgenden Ausspruch getan: "Wir brauchen heute einen ähnlichen Gebetssturm wie den von P. Petrus, um die gegenwärtige wachsende Gesellschaftskrise zu bewältigen." Also die Situation ist rein äußerlich vielleicht etwas anders als damals in den 40er und 50er Jahren. Aber dieses Wort - immerhin, das ist nicht irgendeine Frau, die irgendein Blabla macht, sondern sie weiß vielleicht mehr und ahnt mehr, wie schwierig die Situation ist und vielleicht noch schwieriger wird - aber sie sagt, es braucht einen Gebetssturm. Und ganz bescheiden möchte ich es sagen: Ich fasse diese Feier hier heute auf als ein Signal, dass wir mit größerem Eifer um den Frieden im weiteren Sinne beten sollen.
Gebetssturm, das klingt ein bisschen dramatisch, aber wir wollen das sehr nüchtern sehen. Zu einem Gebetssturm ist als erstes notwendig, was uns die Psalmisten und was uns die Bibel immer wieder sagt: Wir müssen reine Hände zum Gebet erheben. Nicht, dass wir uns die Hände vor dem Gebet waschen sollen, das wissen wir schon. Wir wissen was damit gemeint ist: Das reine Herz - es steht am Anfang immer die eigene Bekehrung. Das heißt konkret, dass wir (der Pater hat uns gesagt die Beichtstühle stehen offen), dass wir immer wieder in der täglichen Gewissenserforschung uns fragen: Wie stehe ich vor Gott? Trete ich auf der Stelle, oder komme ich weiter? Dass wir auch die Andachtsbeichte, die monatliche Beichte, wo die Möglichkeit ist, schätzen. Dass wir den Rosenkranz so beten und immer wieder fragen: Muttergottes, was soll denn in meinem Leben anders werden?
Jetzt könntet ihr sagen, die Pfarrer reden immer wieder bekehret euch, bekehret euch. Erstens sollen sie sich selber bekehren und zweitens, was sollen wir uns bekehren? Wir sind ja anständige Menschen, kommen extra nach Mariazell und der sagt uns, wir sollen uns bekehren. Eine Frage: Es hat einmal jemand gesagt: Wissen Sie, wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich so die Lesung höre, auch wenn sie gut vorgetragen wird, aber die geht beim einen Ohr hinein und beim anderen Ohr wieder heraus. Also das wir das Wort Gottes ernster nehmen, das ist Bekehrung, und da, glaube ich, das gebe ich gerne zu, da haben ich und ihr noch eine ganze Menge zu arbeiten, oder?
Also das erste sind die reinen Hände. Aber als zweites: Natürlich, wir sind eine zu kleine Schar. Sicher sagt uns die Heilige Schrift, dass Gott um zehn Gerechter willen Sodom verschont hätte, aber es geht heute nicht nur um die Bekehrung von Sodom sondern um eine weltweite Krise. Also wir müssen bitten um die Bekehrung der anderen, dass auch sie aus Lauheit und so vor sich hintrotten: aufbrechen, neu werden. Dazu hilft uns die heilige Messe, dazu hilft uns der Rosenkranz mit dem Satz "O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden". Also Bekehrung der anderen. Fangen wir nicht mit den großen Sündern an. Obwohl wer ein großer Sünder ist, das kann allein Gott bestimmen. Wir werden einmal sehr staunen, welche großen Sünder vielleicht vor uns in der Loge sitzen, und wir nur am Balkon. Ich habe so den Eindruck, wir trotten dahin, ja die Zeitungen schreiben, das Defizit wird größer, usw., 500.000 Arbeitslose soll es geben. Aber wir trotten einfach weiter. Nein, aufbrechen und bitten um die Bekehrung der Menschen.
Das dritte ist das Gebet für die Verantwortlichen. Mir hat einmal eine fromme Frau bei Exerzitien gesagt: "Für die Politiker, für die habe ich noch nie gebetet." Meine Lieben, nein, das stimmt nicht. Und auch die Heilige Schrift sagt uns: Vor allem bitte ich euch innig zum Gebet für alle Menschen, aber dann werden besonders genannt: "für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben". Ich bitte euch innig. Das ist nicht meine Bitte, das sagt uns dieHeilige Schrift. So wollen wir auch immer wieder, zum Beispiel, wenn wir beten "unser tägliches Brot gib uns heute", oder wenn wir das Tischgebet beten, auch die einschließen, die heute vor einer ganz schweren Situation stehen. Denn wir sagen, das sind ja keine Heiligen. Also wisst ihr, mir ist folgendes eingefallen: Wenn jetzt alle Spitzenpolitiker für die Europawahl hier wären, und ich würde sie neben mir aufstellen, und dann würde ich sagen: und wer von uns ist der heiligste? Also ich traue mich nicht zu sagen, ich gewinne. Und darum würde ich sagen, würde ich auch bitten, ganz konkret morgen, nicht sagen, das nützt eh nichts, usw. Wenn P. Petrus auf dem Standpunkt gestanden wäre, dann wären die Russen noch viel länger in Österreich geblieben, so wie in Deutschland.
Ich darf schließen, damit es für euch nicht zu lang wird, vor allem für die, die stehen müssen. Also (ich sag es sehr bescheiden, es ist immer eine Gefahr für einen Prediger, wenn er so viele Menschen sieht, dass man große Sprüche macht, das möchte ich nicht), ich habe mir gedacht, dass diese Krise, undich glaube, das darf man echt sagen, ohne schwarz zu malen, dass diese Krise für uns eine Mahnung ist, ein Zeichen der Zeit, dass wir uns mehr bemühen müssen. Und so wie P. Petrus (das war in der Lesung so schön, das war doch eine freudige Lesung) nicht den Kopf hängen lassen und nur schwarz denken, usw. sondern was tun. Das ist sicher, nicht sagen, es wird schon. Sie kennen ja den Spruch von den Österreichern: "Die Lage ist hoffnungslos, aber wir nehmen sie nicht ernst." Also die Zeichen der Zeit verstehen. Und das tun, den Auftrag, den P. Petrushier in Mariazell vor dem Gnadenbild der Gottesmutter empfangen hat: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Tut, was ich euch sage, und ihr könnt manches von einer künftigen Krise vielleicht mildern. Amen.
Marienfeier
am 24. Mai 2009 im Dom zu Essen
In seiner Predigt begründete Dompropst Otmar Vieth vor zahlreichen Gläubigen prägnant, weshalb wir Maria verehren. In seinem Schlusswort fasste der Prediger seine Gedanken zusammen:
"In der Liturgiekonstitution lesen wir: 'In ihr bewundert und preist (die Kirche) die erhabenste Frucht der Erlösung. In ihr schaut sie wie in einem reinen Bilde mit Freuden an, was sie ganz zu sein wünscht und hofft.' Die Antwort Jesu (Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Mk 3,35) zeigt, dass Maria im leiblichen wie im geistlichen Sinn seine Mutter ist, die den Willen des Vaters in unübertroffener Weise erfüllt hat."
Das im Sinn des Miterfinders des Rosenkranzes, Adolf von Essen, meditativ gestaltete Gebet, die schönen Marienlieder und die eucharistische Anbetung gestalteten die Feier zu einer würdigen Maiandacht.
P. Benno betet bei der Goldenen Madonna
Domvikar Otmar Vieth bei der Predigt
Anregendes Gespräch mit einigen Gläubigen
Einkehrtage des RSK in Graz
200 Personen nahmen an den beiden Einkehrtagen in Graz teil, darunter auch eine Gruppe Jugendlicher
Die jüngste Teilnehmerin erklärt P. Benno wie sehr sie ihre Eltern liebt und dass diese immer Zeit für sie haben
Maria-Namen-Feier 2008
Am 14. September fand die große Maria-Namen-Feier in der Wiener Stadthalle statt. Rund 9.000 Gläubige versammelten sich zum gemeinsamen Gebet. Torsten Hartung, ein bekehrter Mörder, gab ein eindrucksvolles Zeugnis seines Lebens. Der Bischof von Fatima Dom Antonio sprach zum Thema "Sühne", das ja besonders in der Botschaft von Fatima einen wichtigen Platz einnimmt.
Sehr eindrucksvoll erklärte P. Karl Wallner OCist in seiner Predigt wie Sühne/Stellvertretung heute zu verstehen ist.
Mit Kardinal Christoph Schönborn feierten Bischof Ludwig Schwarz von Linz und die Weihbischöfe Franz Scharl und Turnovsky von Wien mit zahlreichen Priestern die Eucharistie.
Der gemeinsam gebetete Rosenkranz in der abgedunkelten Halle gab eine Atmosphäre der Besinnung, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv empfunden wurde.
Die Maria-Namen-Feier wurde zum ersten Mal in der neu errichteten Wiener Stadthalle genau vor 50 Jahren gehalten: am 13. September 1958 und war in diesem Sinne auch eine Jubiläumsfeier.
Kardinal Christoph Schönborn
segnete die Gläubigen mit einer Kreuzreliquie
Die Konzelebranten der Feier von links nach rechts: P. Petru, Bischof Antonio von Fatima, Kardinal Schönborn, Bischof Ludwig Schwarz, Weihbischof Franz Scharl, P.Provinzial Rupert Schwarzl.
9.000 Gläubige nahmen an der Feier teil
Torsten Hartung bei seinem eindrucksvollen Zeugnis
Bischof Antonio Augusto dos Santo Marto von Fatima
Nicht Popkonzert, Tennis-Trophy, Show:
Einmal im Jahr wird die Wiener Stadthalle zum großen Dom
Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek -auf ihn geht die Maria-Namen-Feier zurück, die seit 50 Jahren in der Wiener Stadthalle gehalten wird
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
der ersten Exerzitien des neuen Arbeitsjahres 2008/2009
im St. Benno-Haus/Schmochtitz bei Bautzen.
In der ersten Reihe Mitte Torsten Hartung, der bei der Maria-Namen-Feier am 14. September in der Wiener Stadthalle ein Zeugnis geben wird.
Bischof besuchte die Exerzitien
Vom 5. bis 8. Juni fand ein Exerzitienkurs in Schloß Hirschberg statt.
Es war für die 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine große Ehre und Freude, dass der Diözesanbischof Gregor Maria Hanke zu einem kurzen Besuch kam. Bischof Hanke ermutigte zum eifrigen Rosenkranzgebet und bat besonders um das Gebet für gute Priester- und Ordensberufe. Jesus berief Arbeiter in seinen Weinberg.
Arbeiter, die zupacken, denen auch die Schweißperlen auf der Stirne stehen, die sich eifrig einsetzen für das Reich Gottes.
Marienfeier am 25.Mai im Dom zu Essen
Im gutbesuchten Münster wurde der Rosenkranz - in Erinnerung an Adolf von Essen - meditativ gebetet. In seiner Predigt führte Domprobst Otmar Vieth, der auch die Feier leitete, unter anderem aus:
"Das umfangreichste Wort Marias spricht sie, nachdem Elisabet sie begrüßt hat, das Magnifikat. Mit diesem Hymnus dankt sie Gott dafür, dass er sie zu seinem Werk ausgesucht hat: Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Nach ihrem großartigen Wort von der Magd des Herrn endet die Verkündigungsszene etwas abrupt: Da verließ sie der Engel. Kein Dank, kein Kommentar. Mit dem Magnifikat zeigt Maria, dass es genau umgekehrt an ihr ist, Gott zu danken für die Erwählung zu diesem großen Werk. Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Und der Mächtige hat Großes an mir getan. Wir beten im Vaterunser gerne ,dein Wille geschehe', haben aber auch oft Angst, dass Gott uns einiges zumuten will. Maria empfindet diese Zumutung als Auszeichnung, für die sie nicht genug danken kann. Und ihre Prophezeiung ist in Erfüllung gegangen. Sie wird von allen Völkern zu allen Zeiten gepriesen. Doch was er an Maria getan hat, war kein einmaliges Tun: er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Und dann erinnert sie an die machtvollen Taten. Nur eine will ich herausgreifen: Er stürzt die Mächtigen vom Thron. Das haben wir alle erlebt. Das Regime unter Hitler ist schmachvoll zu Ende gegangen, der Kommunismus ist gescheitert, die Teilung Deutschlands ist aufgehoben. Man kann dies alles mit politischen Begründungen verstehen, kann es aber auch als machtvolle Taten Gottes betrachten, der Herr der Geschichte ist."
Die Feier wurde mit einer eucharistischen Andacht abgeschlossen, um so das "Durch Maria zu Jesus" deutlich zu machen.
Text der Predigt gegen Ersatz der Portokosten erhältlich bei
RSK; Postfach 695, A-1011 Wien
Fatima ist immer aktuell
Je näher der 13. Oktober kam, umso mehr wuchs die Spannung in Aljustrel. Man hatte den Eltern zu verstehen gegeben, dass es den Kindern schlecht ergehen würde, wenn das Wunder ausbliebe. Ruhig und vertrauensvoll blieben nur die Kinder. Obwohl es in Strömen
regnete, waren über 50.000 Menschen gekommen.
Lucia schreibt:"Meine Mutter, die fürchtete, dies werde der letzte Tag meines Lebens sein, und der die Ungewissheit über das Kommende das Herz zeriss, wollte mich begleiten. Auf dem Weg die Szenen des vergangenen Monats, aber noch zahlreicher und bewegender: Nicht einmal der Schlamm auf den Wegen konnte die Leute aufhalten, sich in demütiger und bittender Haltung niederzuknien. Wir kamen bei der Steineiche an, und unter einer inneren Eingebung bat ich das Volk, die Regenschirme zu schließen, um den Rosenkranz zu beten. Kurz darauf sahen wir den Lichtschein und dann Unsere Liebe Frau über der Steineiche. "Was wünschen Sie von mir?" "Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll. Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende, und die Soldaten werde in Kürze nach
Hause zurückkehren."
"Ich wollte Sie um vieles bitten: Ob Sie einige Kranke heilen und einige Sünder bekehren möchten ..." "Einige ja, andere nicht. Sie müssen sich bessern und um Vergebung ihrer Sünden bitten."Und mit traurigen Ausdruck fügte Sie hinzu; Man soll den Herrgott nicht mehr beleidigen, der schon so sehr beleidigt worden ist."Sie öffnete die Hände und ließ sie im Sonnenlicht erstrahlen; während Sie sich erhob, strahlte ihr eigenes Licht von der Sonne wider... Darum rief ich, man solle auf die Sonne schauen...
Nachdem Unsere Liebe Frau in der unendlichen Ferne des Firmaments verschwunden war, sahen wir dann zur Seite der Sonne den heiligen Josef mit dem Jesuskind und Unsere Liebe Frau in Weiß gekleidet mit einem blauen Mantel. Der heilige Josef mit dem Jesuskind schien die Welt mit einer Handbewegung in Kreuzesform zu segnen. Kurz darauf verschwand diese Erscheinung. Dann sahen wir Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau von den Schmerzen. Unser Herr schien die Welt in gleicher Weise zu segnen wie der heilige Josef. Diese Erscheinung verschwand, und ich meine wohl, dass ich auch noch unsere Liebe Frau vom Karmel gesehen habe." Die Menge schaute atemlos verzückt während dieser Zeit ein anderes Schauspiel, das sogenannte "Sonnenwunder": "Der Regen hatte plötzlich aufgehört, die Wolken waren zerrissen und die Sonnenscheibe wurde sichtbar. Doch sie schien silbern wie der Mond. Mit einem Male begann die Sonne mit ungeheurer Geschwindigkeit wie ein Feuerrad um sich selbst zu kreisen, gelbe, grüne, rote, blaue und violette Strahlenbündel werfend, die Wolken, Bäume, Felsen, Erde und die ungeheure Menge in phantastische Farben tauchten. Einen Augenblick hielt die Sonne an, und dann begann der Tanz der Feuerscheibe von neuem. Und das noch ein drittes Mal.
Plötzlich hatten alle den Eindrück, als löse sich die Sonne vom Firmament und falle auf sie nieder. Ein vieltausendstimmiger Schreckensschrei gellte auf, Rufe der Reue und des Glaubens. Viele warfen sich in den Schlamm auf die Knie. Da kehrte die Sonne schwankend, zitternd auf ihren Platz zurück.
Das ganze dauerte gut zehn Minuten. Leute verschiedenen Standes und Bildungsgrades haben es gesehen. Sogar Leute, die fünf und mehr Kilometer vom Erscheinungsort entfernt waren, Sternwarten und Observatorien konnten davon allerdings nichts registrieren. Es war eben ein wunderbares Phänomen, das die außerordentliche Botschaft von Fatima eindrucksvoll bestätigen sollte."
Francisco und Jacinta Marto starben, wie vorhergesagt, bald. Francisco an Lungenentzündung am 4. April 1919, Jacinta an Tuberkulose am 20. Februar 1920. Sie haben ihr Todesleiden heroisch ertragen. Am 13.Mai 2000 wurden sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Ein Heiligsprechungsverfahren ist eingeleitet.
Lucia trat zuerst in den Orden der Dorotheerinnen ein und später mit Zustimmung des Papstes in den Karmel. Sie scheute aber die Öffentlichkeit und erinnerte nur von Zeit zu Zeit den Bischof oder den Papst an die Appelle der Gottesmutter, denen nach ihrer Meinung hier und nun zu entsprechen wäre. Einen guten Kontakt hatte Sr. Lucia zu Papst Johannes Paul II., der nach dem Attentat vom 13.Mai 1981 für die Botschaft von Fatima besonders aufgeschlossen war. Sr Lucia verstarb am 13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra.
Papst Benedikt XVI. nennt Fatima die prophetischste der neuzeitlichen Marienerscheinungen. Als Kern dieses Zeichens vom Himmel können wir die Worte ansehen: "Die Menschen sollen aufhören Gott zu beleidigen". Als Mittel für eine Lebenswende bittet Maria um das tägliche Rosenkranzgebet. Stellvertretend sollen wir durch unser Gebet und Opfer (zum Beispiel tägliche Pflichterfüllung) auch für die eintreten, die Gott nicht ernst nehmen und IHN dadurch beleidigen. Wenn auf die Botschaft von Fatima gehört wird, kann dies auch zum Frieden indieser Welt beitragen.
Entnommen aus: Fatima Geschichte und Bedeutung, Josef Bauer, hrsg v. RSK 1980, S31
90 Jahre Fatima Maria bittet:
"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben."
Am 13.Mai vor 90 Jahren erlebten die Kinder Lucia, Jacinta und Francisco in der Cova da Iria bei Fatima die erste Erscheinung der Gottesmutter. Die Visionen wiederholten sich jeden Monat, bis sie am 13. Oktober 1917 mit dem Sonnenwunder ihren Abschluss fanden.
Nach intensiven Untersuchungen - der Weisung des heiligen Paulus gemäß: "Prüft alles, und behaltet das Gute!" (1 Thess 5,21) - hat der zuständige Bischof von Leiria 1930 die Berichte der Kinder für "glaubwürdig" erklärt und die öffentliche Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima gestattet. Darauf wurde Fatima nicht nur zu einem Nationalheiligtum für Portugal, sondern zum Ziel von Wallfahrern aus aller Welt. Selbst die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. kamen als Pilger dorthin.
Trotzdem gehören die Ereignisse aus dem Jahr 1917 in den Bereich der "Privatoffenbarungen", die nach der Lehre der Kirche der "allgemeinen Offenbarung" nichts Neues hinzufügen können. Sie beanspruchen nur menschliche Glaubwürdigkeit, sind aber geeignet, bei den Einzelnen ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen und zu verlebendigen. "Privatoffenbarungen", schreibt der Theologe Karl Rahner (in "Visionen und Prophezeiungen, Seite 32) ,sind in ihrem Wesen ein Imperativ, wie in einer bestimmten geschichtlichen Situation von der Christenheit gehandelt werden soll. Sie sind wesentlich keine neuen Behauptungen, sondern ein Befehl."
Dem "Befehl" oder Auftrag von Fatima haben inzwischen Millionen von Gläubigen entsprochen. Es sind Bewegungen entstanden, die die Botschaft von Fatima verbreiten und deren Verwirklichung fördern wollen. Unter anderem sei das aus Amerika stammende "Fatima-Weltapostolat" genannt und der von Österreich ausgegangene "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt", der 2007 sein 60-jähriges Bestehen feiert.
Unüberhörbar in der Botschaft von Fatima ist der "Imperativ" zu Buße und Umkehr. "Sie sollen den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon soviel beleidigt wurde", waren die letzten Worte der Erscheinung im Oktober 1917. Die Sorge der Mutter Jesu und unserer Mutter gilt aber nicht nur jenen, die ihre Botschaft erfahren. Diese mahnt sie gleichzeitig, um die Bekehrung der Sünder zu beten, für sie zu opfern. "Opfert euch für die Sünder!", sagt sie den Seherkindern. Uns "nachkoziliaren" Katholiken sollte der Gedanke der Verantwortung für die anderen vertraut sein. Wir neigen jedoch dazu, ihreinseitig in apostolischen oder karitativen Taten entsprechen zu wollen. Die Marienerscheinung erinnert, dass wir für sie auch beten und opfern müssen, weil die Verwirrungen und Irrungen unserer Zeit durch Menschenweisheit und -kraft allein nicht zu überwinden sind. Fatima fordert, stellvertretend zu sühnen.
Papst Benedikt XVI. schrieb noch als Dogmatikprofessor: "Die Idee der Stellvertretung ist eine Urgegebenheit des biblischen Zeugnisses, deren Wiederentdeckung dem Chritentum in der heutigen Weltstunde zu einer entscheidenden Erneuerung und Vertiefung seines Selbstverständnisses verhelfen kann."
Die Erscheinungen von Fatima ereigneten sich zur Zeit des ersten Weltkriegs. So ist nicht verwunderlich, dass Maria den Kindern das Gebete um den Frieden aufträgt. Doch sie stellt einen Zusammenhang her zwischen der Erlangung des Friedens sowie der Abwendung von Bedrohungen und der Bekehrung: "Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele gerettet werden und es wird Friede sein. ... Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird ... ein noch schlimmerer Krieg beginnen. ... Russland wird seine Irrlehre über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören..." (3.Erscheinung). Der Einsatz für den Frieden ist eindeutig ein zweiter Imperativ in der Fatimabotschaft.
Von diesem Erscheinungsort ging ohne Zweifel ein Impuls zur Marienverehrung aus, und zwar zu einer vertieften Marienverehrung. "Umdie Sünder zu retten, will der Herr die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt einführen", sagt Maria bei der dritten Erscheinung. Mit "Herz" meinen wir das Innerste, die Mitte einer Person. Mariens Unbeflecktes Herz verehren heißt, die Gesinnung dieses Herzens nachzuahmen, ihren Glauben, ihre Gottesliebe, ihre Hingabe, ihre Sorge um die Menschen. Das ist mehr als liebliche Lieder singen und vor Mariens Bild eine Kerze anzünden!
Das große Anliegen ihres Herzens ist, die Menschen ihrem Sohne zuzuführen. Das geschieht bei jedem Rosenkranzgebet. Darum drängt sie die Kinder immer wieder, den Rosenkranz zu beten. Der nach seinem Aufbau wie ein Mariengebet wirkende Rosenkranz führt mit jedem Geheimnis zu Christus, man nennt ihn daher auch ,das Jesugebet des Westens´.
Gnadenstatue Unsere liebe Frau von Fatima.
In den Valinhos ist die ursprüngliche Atmosphäre des
Erscheinungsortes am deutlichsten zu spüren
Gedenkstätte am Ort der 1. und 3. Engelserscheinung
Die drei Seherkinder: Lucia (10), Francisco (9), Jacinta (7)
Die große Basilika in Fatima
An den 13. der Monate Mai bis Oktober füllen oft hunderttausend
und mehr Pilger den Erscheinungsort.
Das Bild wurde während des Papstbesuches am 13. Mai 1982
aufgenommen.
Der Ort der Erscheinungen von Fatima: die kleine Kapelle wurde für die
zahlreichen Pilger mit einem großen "Überbau" versehen.
Hunderttausende Pilger strömen an den 13. eines Monats in die Cova da Iria,
zum Erscheinungsort. Links im Bild die Erscheinungskapelle
Am 13. Mai 1982 kniet Papst Johannes Paul II. in der Erscheinungskapelle von Fatima, um für den augenscheínlichen Schutz der Gottesmutter während des Attentats vor genau einem Jahr zu danken. Das Papstattentat am 13. Mai 1981 ist ein Hinweis auf die Aktualität der Botschaft von Fatima.
Statue der Gottesmutter am Turm der Basilika.
Maria hält schützend ihre Hand über Portugal, Europa und die Welt.
Rosenkranz-Sühnekreuzzug
um den Frieden der Welt -
RSK - Gebetsgemeinschaft
für Kirche und Welt
Am 2. Februar 1947 wurde diese weltweite Gebetsgemeinschaft vom Franziskaner P. Petrus Pavlicek gegründet.
Am 3. Februar fand in der Wiener Franziskanerkirche aus diesem Anlass ein Festgottes-dienst statt. Der Provinzial der Wiener Franziskanerprovinz, P. Anton Bruck, hielt diesen Gottesdienst und führte in seiner Predigt aus:
"Ich denke, für P.Petrus Pavlicek ist die Stunde von Mariazell im Jahr 1946 eine Sternstunde, eine Gnadenstunde, ein Kairos. Mit einem Herzen voll Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus Krieg und Gefangenschaft und mit einem nicht minder vollen Herzen von Bitten um Hilfe, um Freiheit für seine Heimat und um Frieden für die Welt, kniet er in der Gnadenkapelle von Mariazell vor dem Tabernakel, über dem das Gnadenbild der Mutter Gottes thront. In einer innigen Zwiesprache mit der Muttergottes - so muss es wohl gewesen sein - spürt er auf seine flehentlichen Bitten in seinem Herzen die Antwort Marias: 'Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben.'
P.Petrus nimmt den Auftrag an, denkt darüber nach und betet um Klarheit. Er findet sie, und am Lichtmesstag, am 2. Februar 1947, gründet er die Ewige Rosenkranzgemeinschaft, sie im Geist der Botschaft von Fatima wirken sollte. ...
'Glaubst du, dass ich der Gottesmutter in meinem Leben eine Freude gemacht habe?' Und 'Was wäre gewesen, wenn ich die Botschaft von Mariazell nicht gehört hätte?', fragt P.Petrus gegen Ende seines Lebens.
Ich bin überzeugt, P. Petrus hat gehört und befolgt und Freude gemacht. P.Petrus hat in der Erfüllung seines Auftrages von Mariazell sein Leben geheiligt. Als Diener Gottes erkennt ihn die Kirche offiziell an. Wir beten um seine Seligsprechung. Von Maria hat er sich ganz zu Jesus führen lassen. Ich meine, er zeigt auch uns einen Weg, auf dem wir wie er durch Maria zu Jesus und in sein Reich geführt werden können. Möge er schützend über seine Gründung wachen. Möge er uns gemeinsam mit Maria, unserer lieben Frau von Fatima, Fürsprecher sein und dem RSK helfen, einen guten Weg in die Zukunft zu gehen. Amen."
Zur festlichen Gestaltung des Jubläumsgottesdienstes trugen sowohl der Don-Bosco-Chor unter der Leitung von Hofrat Friedrich Lessky, als auch das Franziskus Jugendensemble mit klassischer als auch moderner Musik bestens bei.
Große Auflösung (581 Kb) Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek (1902-1982),
Gründer der Gebetsgemeinschaft
(Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (537 Kb) Der Diener Gottes P.Petrus Pavlicek (1902-1982),
Gründer der Gebetsgemeinschaft
(Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (686 Kb) Werbeprospekt der Gebetsgemeinschaft in den Jahren 1953/1954
(Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (646 Kb) Große Lichterprozession um Frieden und Freiheit über die Wiener Ringstrasse (Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (544 Kb) Bittprozession 1953 in Wien an der Spitze Bundeskanzler Julius Raab und Außenminister Leopold Figl (Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (826 Kb) Fatimakundgebung 1961 in Weingarten (Württemberg) mit Prof. Dr. Rudolf Graber, dem späteren Bischof von Regensburg (Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (343 Kb) Auch in den Missionsländern beten Mitglieder den Rosenkranz (Foto: RSK/Archiv)
Große Auflösung (308 Kb) Maria-Namen-Feier: das große jährliche Gebetstreffen der Gebetsgemeinschaft in der Stadthalle/Wien (Foto: RSK/Archiv)
Beten für die Zukunft
"Wir treten in ein Zeitalter ungeheurer globaler Umwälzungen ein. Die Veränderungen in Politik, Kultur, Psychologie, Regierungsformen und Umwelt im 20. Jahrhundert sind weit weniger umfassend als jene, die sich in diesen Bereichen bis zum Jahr 2025 ereignen werden" (nach Dennis Meadows).
Der renommierte Zukunftsforscher, er ist Mitverfasser der Neuausgabe der "Grenzen des Wachstums" des Club of Rome, weiß aber auch, dass die Kirchen viel zur positiven Gestaltung der Zukunft beitragen können: "Es wird Menschen brauchen, die eine Vision teilen und gemeinsam eine lange Zeit dafür arbeiten."
Eine Vision für die Zukunft hatte auch P. Petrus Pavlicek, als er am 2. Februar 1947, also vor 60 Jahren, eine Gebetsgemeinschaft gründete, die für Frieden und Freiheit beten sollte: Zunächst für die von den vier Großmächten besetzte Heimat, dann aber auch für die Welt.
Als der Franziskaner 1946 in Mariazell betete, hatte er die Eingebung. "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben."
Am Lichtmesstag 1947 begann er diesen Auftrag in die Tat umzusetzen. Unermüdlich motivierte P.Petrus zum Gebet: 500.000 Gläubige waren es in Österreich im Staatsvertragjahr 1955, die seinem Ruf gefolgt waren. Wir dürfen in der unerwarteten Freiheit Österreichs eine Antwort des Himmels auf die Gebete so vieler Menschen sehen.
"Was sie für Österreich getan haben, das tun Sie nun für die Welt." Mit diesen Worten ermutigte der Bischof von Fatima P. Petrus, sein Werk über die Grenzen Österreichs hinaus zu verbreiten. Und so griffen Gläubige in der Schweiz und Südtirol, in den Ostblockstaaten und in den Missionsländern die Idee des RSK auf.
1961: Berliner Mauer. Prof. Rudolf Graber, der nachmalige Bischof von Regensburg, rief die Menschen in Deutschland auf, es den Österreichern gleich zu machen und die Berliner Mauer niederzubeten. Viele Bundesdeutsche schlossen sich seither dem RSK an und halfen, die große Wende des Jahres 1989 zu erbeten.
"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." Dieser Aufruf erging schon 1917, also vor 90 Jahren, an die Seherkinder von Fatima.
Von der Kirche geprüfte Privatoffenbarungen stellen einen Imperativ an die Christenheit dar (K. Rahner). Auch für Fatima gilt das Bibelwort: "Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht!" (1 Thess 5,19f).
"Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben." - Worin besteht der "Imperativ" von Fatima? Er mahnt zu einem Dreifachen: Verehrt Maria, damit sie euch zu Jesus Christus führe; leistet den Dienst der Stellvertretung, der Sühne; betet um den Frieden, für diese bedrohte Welt.
Um die Verwirklichung dieser Forderungen bemüht sich heute die von P. Petrus gegründete Gebetsgemeinschaft, der Rosenkranz - Sühnekreuzzug (RSK), die Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt.
1. Marienverehrung
"Die Aussagen, die wir im Neuen Testament über Maria finden, sind so reich und tief, dass wir sie nie ausschöpfen können!" (Klemens Stock).
Eine eingehende Beschäftigung mit den biblischen Texten, die von Maria handeln, vertieft die Erkenntnis, dass Maria eine einzigartige Aufgabe am Werk ihres Sohnes Jesus Christus hat. Diese Aufgabe führt sie in der Herrlichkeit weiter. Sie gibt den Menschen den Rosenkranz an die Hand, dass sie ihren Sohn Schritt für Schritt besser kennen lernen. Die "Mutter der Glaubenden" erbittet den Menschen darüber hinaus eine tiefere Liebe zur Heiligen Schrift.
Rosenkranz - Heilige Schrift - Schwerpunkte des Wirkens des RSK.
2. Stellvertretung/Sühne
"Keine Träne weint ihr allein und keine weint ihr vergeblich. Durch Leiden hat Christus das Leid erlöst und durch Leiden wirkt ihr mit an seiner Erlösung" (+Papst Johannes Paul II.).
Die große Wirkung, die Papst Johannes Paul II. über seinen Tod hinaus auf die Menschen hat? Ich denke deswegen, weil er den Gedanken der stellvertretenden Sühne gelebt hat.
Aber ist der Gedanke der Stellvertretung denn biblisch?
Dazu Prof. Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.:
"Insgesamt lässt sich sagen, dass die Idee der Stellvertretung eine der Urgegebenheiten des biblischen Zeugnisses ist, deren Wiederentdeckung dem Christentum in der heutigen Weltenstunde zu einer entscheidenden Erneuerung und Vertiefung seines Selbstverständnisses verhelfen kann."
Wenn uns die Bekehrung der Menschen am Herzen liegt, müssen wir einsehen, dass es dabei auch um Beseitigung der Sünde geht, auch bei Menschen, die in der Kirche leben. Und dies geschieht eben nicht mit Kaffee, Kuchen und Computer, sondern zunächst durch Gebet und Opfer.
Stellvertretung/Sühne - "in der Theologie nur kümmerlich entfaltet" (Ratzinger), deshalb bemüht sich der RSK um theologische Begründung und Praxis dieser biblischen Urgegebenheit.
3. Betet für den Frieden, die politische Dimension von Fatima.
Unser Wohlstand beruht auf drei Grundlagen: unserem Fleiß, der Ausbeutung der Natur und der Ausbeutung der dritten Welt. So ein Politiker.
Man mag manches gegen diese Behauptung einzuwenden haben, aber grundsätzlich ist viel Wahres in ihr enthalten. Und dass nicht so weitergewirtschaftet werden kann, ist vielen klar (siehe auch die Gedanken von Prof. Meadows zu Beginn). Es ist also ein Umdenken nötig - und zwar bald.
Der RSK bemüht sich mit vielen anderen, die Zukunftsproblematik aufzuzeigen und für das Umdenken zu beten: in den eigenen Reihen und bei den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, den Medien; dass diesem Umdenken ein entsprechendes Handeln folgen sollte, ist klar.
Marienverehrung - Stellvertretung/Sühne - Gebet für diese Welt
Themen, die in der Kirche unterbelichtet sind, zu wenig Beachtung finden. Deshalb darf der RSK nicht in Pension gehen - im Gegeteil: sein Wirken ist heute aktueller denn je: denn wer die große seelische und leibliche Not in der Welt sieht, darf die Hände nicht in den Schoß legen sondern muss sie falten und dann wirken.
P. Benno Mikocki OFM
Beten für eine bessere Welt
Am 2.Februar 1947, dem Fest der Darstellung des Herrn, hat der Franziskanerpater Petrus Pavlicek in Wien eine Gebetsgemeinschaft gegründet, die bald den Namen "Rosenkranz - Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt" erhielt.
In seiner von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs besetzten Heimat wuchs die Zahl der Mitbeter rasch. Als Österreich 1955 den Staatsvertrag erhielt, zählte die Gebetsgemeinschaft im Land an die 500.000 Mitglieder. Die unerwartet erlangte Freiheit wurde damals von vielen, auch von führenden Politikern, als eine Antwort des Himmels auf die Gebete so vieler Menschen empfunden.
Schon schlossen sich dem Rosenkranz - Sühnekreuzzug Gläubige aus anderen Ländern an, aus der Schweiz, aus Südtirol und aus Deutschland, wo die Zahl der Mitbeter besonders stark ab 1961 wuchs, als mit der Errichtung der "Berliner Mauer" deutlich wurde, dass die Sowjets das Land zweiteilen wollen.
Die Idee des Rosenkranz - Sühnekreuzzugs fiel besonders in so genannten Missionsländern auf fruchtbaren Boden. So sind in den 60 Jahren der Gebetsgemeinschaft 2,3 Millionen Gläubige aus 132 Ländern beigetreten; heute sind es 700.000 Beterinnen und Beter.
Anlass für deren Gründung war eine Eingebung, die P. Petrus 1946 erhalten hatte, als er in Mariazell vor der Gnadenstatue betete: Als er der Gottesmutter die Not der Menschen in der Nachkriegszeit aufzählte, vernahm er in seinem Inneren die Worte: "Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben!"
Dieser Aufruf deckt sich mit der Botschaft, die die Seherkinder von Fatima 1917, also vor 90 Jahren, erhalten haben. Nach Karl Rahner stellen von der Kirche geprüfte Privatoffenbarungen einen Imperativ an die Christenheit dar. Diesem Imperativ bemüht sich der Rosenkranz - Sühnekreuzzug (der Name wurde ergänzt mit "Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt") zu entsprechen.
Er will eine vertiefte, an der Heiligen Schrift orientierte Marienverehrung fördern, weil Maria ein sicherer Weg zu Christus ist. Als Hilfsmittel gibt uns die "Mutter der Glaubenden" den Rosenkranz an die Hand.
Er will den Gedanken der stellvertretenden Sühne wach halten, nach Kardinal Ratzinger (Benedikt XVI.) eine "Urgegebenheit des biblischen Zeugnisses", und zum Beten und Opfern für die Bekehrung der Sünder anleiten. Und das Gebet um den Frieden, der in unserer Welt immer wieder bedroht wird, ist der Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt weiterhin das große Anliegen.